O-Ringe bis max. +250 °C
Für O-Ringe bis etwa +250 °C sind Werkstoff, Medienbelastung und Einbausituation besonders wichtig. Hendricks bietet O-Ringe aus VMQ oder, je nach Medienbelastung, aus FEP mit einem Kern aus VMQ-Silikon.
O-RING ANFRAGENO-Ringe für anspruchsvolle Medien
Bei höheren Temperaturen und aggressiven Medien reicht der Blick auf die Temperatur allein nicht aus. Entscheidend ist, ob der Werkstoff zur chemischen Belastung, zum Einbauraum und zur späteren Anwendung passt.
Bei FEP-ummantelten O-Ringen schützt der Mantel aus FEP den VMQ-Kern vor aggressiven Medien. Diese O-Ringe werden auch als Silikon-O-Ringe mit FEP-Mantel bezeichnet.
Werkstoffübersicht bis max. +250 °C
Die folgende Übersicht fasst die auf der Originalseite genannten Werkstoffe und Hinweise kompakt zusammen.
| Werkstoff / Ausführung | Temperatur | Eigenschaften | Hinweise |
|---|---|---|---|
| VMQ Silikon-Kautschuk |
einsatzabhängig | VMQ wird für O-Ringe in diesem Temperaturbereich angeboten. | Die konkrete Eignung ist abhängig von Medienbelastung, Einbausituation und Werkstoffmischung. |
| FEP mit VMQ-Kern Silikon-O-Ring mit FEP-Mantel |
einsatzabhängig | Der Mantel aus FEP schützt den VMQ-Kern des O-Rings vor aggressiven Medien. | O-Ringe aus FEP benötigen einen axial zugänglichen Einbauraum und sollten nur als statische Dichtung verwendet werden. |
| FFKM Perfluorkautschuk |
-25 °C bis +230 °C Spezialtypen bis +320 °C |
Gute chemische Beständigkeit und geringe Gas- und Feuchtigkeitsdurchlässigkeit. | Die Eignung hängt von der chemischen Belastung ab. Das Mischungsverhältnis ist zu beachten. Leitfähige und isolierende Eigenschaften sind mischungsabhängig möglich. |
Zu jedem Werkstoff gibt es unterschiedliche Mischungen. Zuschlagstoffe können die Eigenschaften verändern. Deshalb können Angaben zu Eigenschaften und Temperaturen je nach Zusammensetzung abweichen.
Was bei der Auswahl zählt
Der Werkstoffname allein reicht für eine sichere Auswahl nicht aus. Erst das Zusammenspiel aus Medium, Temperatur, Druck, Einbauraum und Montagebedingungen entscheidet, ob ein O-Ring dauerhaft zuverlässig abdichten kann.
Medium
Aggressive Medien, chemische Belastungen und Mischmedien müssen mit dem Werkstoff und der jeweiligen Mischung abgeglichen werden.
Temperatur
Temperaturangaben sind immer zusammen mit Medium, Druck und Werkstoffmischung zu bewerten.
Einbausituation
Besonders FEP-ummantelte O-Ringe benötigen einen axial zugänglichen Einbauraum und sind vor allem für statische Abdichtungen vorgesehen.
Einbau von O-Ringen
O-Ringe können nur dann zuverlässig abdichten, wenn beim Einbau sorgfältig gearbeitet wird. Kleine Montagefehler können später zu Undichtigkeiten oder vorzeitigem Verschleiß führen.
| Einbaupunkt | Worauf zu achten ist |
|---|---|
| Einbauraum | Der Einbauraum muss frei von Verschmutzungen, Spänen und Ablagerungen sein. |
| Oberflächen | Die Oberflächen müssen in der Oberflächengüte den Vorgaben entsprechen. |
| Kanten und Werkzeuge | Scharfe Kanten und scharfkantige Werkzeuge müssen vermieden werden. Einführungsschrägen vorsehen und Gewinde abdecken. |
| Montage | O-Ringe dürfen bei der Montage nicht verdreht und nicht überdehnt werden. |
| Gleitmittel | Gleitmittel und Schmierstoffe müssen auf Verträglichkeit mit dem O-Ring-Werkstoff geprüft werden. |
Beständigkeit zu Chemikalien
Die chemische Beständigkeit hängt vom Werkstoff, von der Mischung, von der Temperatur, der Konzentration und den konkreten Einsatzbedingungen ab.
Für die Vorauswahl steht die Beständigkeitsliste zur Verfügung. Für verbindliche Anwendungen sollte der konkrete Einsatzfall technisch geprüft werden.
Hinweis zur Beständigkeitsliste
Die Beständigkeitsliste ist ein technischer Wegweiser. Sie ersetzt nicht die Prüfung des konkreten Mediums und der tatsächlichen Betriebsbedingungen.
Besonders bei aggressiven Medien, hohen Temperaturen oder FEP-ummantelten O-Ringen lohnt sich eine kurze Rückfrage.
O-Ringe bis max. +250 °C anfragen
Sie benötigen O-Ringe für einen konkreten Einsatzfall? Dann helfen Angaben zu Abmessung, Werkstoff, Medium, Temperatur und Einbausituation bei der schnellen Einordnung.
Fa. Hendricks +49 (0) 25 94 / 78 79 28
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