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Flanschverbindungen

Flansche haben die von den Schrauben aufgebrachte Kraft als Flächenpressung auf die eingelegte Flachdichtung gleichmäßig zu verteilen.

Um eine dauerhafte Dichtverbindung zu erstellen, müssen die Flansche dem Innendruck standhalten. Im Anlagen- und Rohrleitungsbau benutzt man aus Kostengründen vorgefertigte Flansche nach DIN- oder ANSI-Normen. Die Werkstoffe der Flansche müssen chemisch beständig gegen die Medien sein und die Kräfte der Schrauben ohne Verzug aufnehmen können. Flansche für den Leichtbau, z. B. Lüftungsbau, sind für Weichstoff- oder Graphit-Dichtungen nicht geeignet. Berechnungen haben ergeben, dass die für Weichstoff-Dichtungen bzw. Graphit-Dichtungen  notwendige Flächenpressung nicht verzugsfrei übertragen werden kann.

Anforderungen an die Oberflächen der Bauteile

Oberflächen von Dichtverbindungen müssen metallisch rein sein. Beschichtungen, Lacke oder andere Verunreinigungen können die Dichtungswerkstoffe schädigen oder ein Unterwandern der Dichtverbindung begünstigen.

Die Oberflächen müssen frei von Haarrissen, Riefen oder Korrosion sein. Die Oberflächenbeschaffenheit für Flansche im Rohrleitungsbau ist unter anderem in der DIN EN 1092-1:2002-06 geregelt.
 
Die Rauhtiefen der Dichtfläche wirken sich auch auf den Leckage der Flachdichtung aus. Eine gewisse Rauhtiefe begünstigt eine funktionierende Dichtverbindung. Abhängig vom Dichtungswerkstoff  sollte diese nicht zu rauh oder zu fein sein. Für Metallische Dichtungen oder Dichtungen aus Gummi ist eine geringe Rauhtiefe zu empfehlen. Bei Faserstoffdichtungen sollte die Oberflächenrauhigkeit der Dichtungsflächen bei ca. Rz 30 bis 40 (Empfehlung der Firma Frenzelit Werke GmbH) liegen.

Bearbeitungsriefen sollten nicht von der Innenseite zur Außenseite durchgängig sein.

DIN-Norm
  –
durch das Deutsche Institut für Normung festgelegte Norm

Die Fa. Hendricks liefert Ihnen Dichtungen nach DIN-Normen und natürlich auch nach Zeichnung. Die Fabrikate – nach Hersteller sortiert – können Sie auf den Seiten unter Flachdichtungen einsehen. Sie können auch über unser Inhaltsverzeichnis auf die Produktnamen und somit auf die gewünschten Seiten zugreifen. Es ist zu beachten, dass bei der Norm EN 1514-1 zum Nenndurchmesser (DN) immer auch die Druckstufe (PN) mit angegeben werden muss.

Normen dienen zur Standardisierung von Bauelementen oder Baugruppen und damit letztendlich zur Kostensenkung.

Um die richtige Dichtungsnorm zu wählen, benötigt man den Zusammenhang zur entsprechenden DIN-Norm des Flansches.

Flansch     Dichtung  
         
Druckstufe DIN Bezeichnung DIN Bezeichnung
10-160 2512 Flansche mit Nut
und Feder
2691 Flachdichtung  für DIN-Flansche mit
Nut und Feder
10-100 2513 Flansche mit Vor-
und Rücksprung
2692 Flachdichtung  für DIN-Flansche mit
Vor- und Rücksprung
 6-40 2527 Blindflansche    
 63-100 2527      
 2,5 2530 Gußeisenflansche    
 6 2531      
 10 2532      
 16 2533      
25 2534      
40 2535      
16 2543 Stahlgußflansche    
25 2544      
40 2545      
6 2573 Flansche glatt z.
Löten oder Schweißen
   
10 2576      
2,5 2630 Vorschweißflansche    
6 2631      
10 2632      
16 2633      
25 2634      
40 2635      
6 2641 Lose Flansche, Vorschweißbördel    
10 2642      
25 2655 Lose Flansche,
glatter Bund
   
40 2656      

Hinweis: Abhängig vom Medium empfehlen wir ab Drücken über 40bar den Einbau von spiralgewickelten oder kammprofilierten Dichtungen

Gebräuchlichste Norm für gestanzte Flachdichtungen

Im Rohrleitungs- und Anlagenbau findet die DIN 2690 (Flachdichtungen für DIN-Flansche mit ebener Dichtungsfläche) und die neuere DIN EN 1514-1, Form IBC für Flanschdichtungen der Druckstufen PN 2,5, PN6, PN10, PN16, PN25 und PN 40 am häufigsten ihre Anwendung. Die DIN EN 1514-1 beinhaltet ebenfalls die alten Normen DIN 2691 (Flachdichtungen für DIN-Flansche mit Nut und Feder) und DIN 2692 (Flachdichtungen für DIN-Flansche mit Eindrehung).

Es wird in der DIN EN1514-1 nach Form der Dichtflächen unterschieden:

Form FF für DIN-Flansche mit oder ohne Dichtleiste (eine umlaufende Erhöhung um den Innenquerschnitt). Die Löcher für die Schrauben sind in der Dichtung enthalten.

Form IBC für DIN-Flansche mit oder ohne Dichtleiste (eine umlaufende Erhöhung um den Innenquerschnitt). Die Dichtung zentriert sich an dem Schraubenschaft.

Form TG für DIN-Flansche mit Nut und Feder. Eine Erhöhung umlaufend (Feder) bei dem einen Flansch greift  in die Vertiefung (Nut) – in der die Dichtung liegt – beim Gegenflansch.

Form SR für DIN-Flansche mit Vor- und Rücksprung. Der Vorsprung des einen Flansches (eine umlaufende Erhöhung um den Innenquerschnitt) greift in den Rücksprung (eine umlaufende Vertiefung um den Innenquerschnitt) des Gegenflansches.

Die Form TG und SR erhöhen die Sicherheit bei hohen Drücken. Weiter vermindern diese Bauformen die Gefahren, dass der Dichtungswerkstoff aus der Flanschverbindung, z.B. bei Dampfschlägen, ausgetragen wird.

Hierzu sehen auch unser Informationsblatt.

Weitere gebräuchliche Normen

DIN 31263 Dichtringe
Anwendungsgebiete: Gewindezapfen, Verschraubungen

DIN 7603 Dichtringe
Anwendungsgebiete: Rohrverschraubungen, Verschlussverschraubungen, Ablass-Schrauben

DIN 71511 Zweischrauben-Flanschverbindungen

Anwendungsgebiete: Pumpenanschlüsse, Auspuffanlagen

DIN 28040 Flachdichtungen

Anwendungsgebiete: Behälter- und Apparatebau


Wir helfen Ihnen gerne die richtige Dichtung zu finden.

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